
Also ich würd darauf mehr oder weniger einfach antworten: Moral bezeichnet das System, nachdem ich die Dinge meiner Umwelt als gut oder schlecht bewerte. Das muss sich nicht immer zwangsläufig auf mein Handeln auswirken. Das ist nämlich erst die nächste Frage: Ist der reine Willen dann schon moralisch oder nur das Handeln? Und naja, dann irgendwann kommt die Frage: Was ist denn nun wirklich gut und schlecht und wie sollte sich denn ein Mensch bitte verhalten? Aber da wird es eben ganz schwierig, weil da kommen wir dann eben in das Feld mit dem gut und schlecht, falsch und richtig... Wer darf darüber entscheiden? Wer sollte vielleicht darüber entscheiden? (Gesetze undso)
Wenn ich deine Fragen eingehender beantworten wollen würde, könnte ich nur auf meine persönliche Einstellung zurückgreifen. Aber soviel kann ich noch aus meinem Hirn graben: Irgendwo ist Schluss. Auch wenn die allumfassende Liebe und Gutmütigkeit ein reizendes Ideal ist, so kann dem wohl kaum ein Mensch nacheifern und wenn er es tut, macht er sich kaputt, weil es ihn überfordert. Also irgendwo muss der Mensch eine Grenze ziehen, zwischen denen, gegenüber denen er sich verantwortlich fühlt und denen, gegenüber er es nicht tut. Zum Beispiel eilen die meisten Menschen sofort einem Kind zu Hilfe, dem auf der Straße etwas passiert ist. Aber sie spenden nicht sofort all ihr Geld an die armen Kinder in Afrika. Hier sagen sie sich: Nein, das ist nicht in meiner Verantwortung. Ich brauche mein Geld für mich und meine Familie; für meine eigenen Kinder.
(Natürlich ist auch sowas Situationsbedingt. Man kann sich natürlich auch für die Welt verantwortlich fühlen, ohne sich gleich ein Bein auszureißen. Wenn man z.B. recycelt, weil man die Umwelt schonen möchte, oder wenn man eben einen kleinen Betrag an Hilfsorganisationen spendet, weil man dann den armen Kindern woanders doch wenigstens ein bisschen helfen möchte.)